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Katar droht der Entzug der WM 2022

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katarKatar ist ein kleines Wüstenemirat am Persischen Golf, mit mächtigen sowie einflussreichen und wohlhabenden Scheichs. In der Welt der Arabischen Liga sind Katarrh und Katar gleichbedeutend. Wobei Katarrh eine Krankheit ist und mit dem Land, bis auf dem Namen, nichts gemeinsam hat bzw. haben sollte. Denn mit einem Land, das Terrororganisationen wie die Hamas oder den IS finanziell unterstützt und dem verhassten Iran nahesteht, können keine gesunden diplomatischen Beziehungen geführt werden. Es herrscht seltsame Einigkeit über die Machenschaften Katars, in Saudi-Arabien, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten. Und als ob die daraus folgende politische Isolation noch nicht schlimm genug wäre, droht Katar auch noch die Fußball WM 2022 zu verlieren.

Beschlossene Sache: Katar wird die WM entzogen

Angesichts des aktuellen politischen Konflikts, an dessen Spitze Saudi-Arabien und Katar stehen, erscheint es geradezu eine provokante Demütigung zu sein, wenn es in einem Statement aus dem Umfeld des arabischen Sportministers Turki Al Sheik heißt: „Katar werde im September 2018 die Austragungsrechte an der WM 2022 verlieren. Der Entschluss der FIFA stehe bereits fest und soll im Spätsommer verkündet werden. Ausschlaggebend seien wohl eindeutige Beweise für einen Stimmenkauf des Golfstaates, die keine Aufschiebung der Entscheidung dulden!“ Denn der Konflikt zwischen Saudi-Arabien hat sich längst auch von der politischen Bühne auf die Sportwelt ausgeweitet.

So sollen staatsnahe Medien beim Golf-Cup 2017 den Spielern von Katar im Duell gegen Bahrain finanzielle Anreize geboten haben, wenn diese die Terroristen besiegen. Die sportliche Auseinandersetzung fand ihren Höhepunkt schließlich in der asiatischen Champions-League. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien weigerten sich gegen Teams von Katar anzutreten. Formal konnten die FIFA und der AFC (asiatischer Fußballverband) den Konflikt auf sportlicher Ebene lösen. Die Spiele fanden statt. Die FIFA ermittelt gegen Saudi-Arabien nun aber trotzdem. Der Ausschluss an der Teilnahme der WM 2018 steht für Saudi-Arabien zur Debatte.

Aussage gegen Aussage

All das soll nun aber nicht von der eigentlichen Tatsache, dass Katar die WM gekauft hat, ablenken. Für die politischen Gegner Katars mag der Nachweis der gekauften Stimmen um die WM eine Offenbarung sein. Die Katars sind korrupt und versuchen mit allen (illegalen) Mitteln ihre Machtposition zu stärken. In Wahrheit ist der Verdacht Katar könnte sich Vorteile bei der WM-Vergabe verschafft haben, jedoch viel älter als der aktuelle politische Konflikt mit den arabischen Nachbarstaaten.

Wir erinnern uns: Die WM 2018 und 2022 wurden im Jahre 2010 vergeben. Damals noch mit dem Exekutivkomitee als Entscheidungsgremium. 24 Mitglieder (der FIFA Präsident, acht Vizepräsidenten und 15 einfache Mitglieder) durften in mehreren Wahlgängen darüber entscheiden, wer die WM zugesprochen bekommt. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Bei Stimmengleichheit zählt die Stimme des Präsidenten doppelt. Es ist ein Leichtes, sich in diesem Wahlsystem die nötige Mehrheit zu verschaffen, wenn man bestechende Argumente hat. Geahnt hat die (westliche) Welt es mit Sicherheit von Anfang an, dass Katar nicht auf normalem Wege zur WM gelangen konnte. Nur nachweisen konnte man es nie. Michael Garcia, ehemaliger Chef der FIFA Ethikkommission, sammelte seinerzeit fleißig Indizien gegen Katar. Doch die Indizienkette reichte nicht aus, zumal Katar immer vehement eine verbotene Einflussnahme auf die Wahlmänner dementierte. Es stand Aussage gegen Aussage.

So wurde der Stimmenkauf enthüllt

Wie konnte es Katar also über so viele Jahre hinweg schaffen, völlig unbehelligt von der Öffentlichkeit, über ihre betrügerischen Machenschaften an der WM-Teilnahme festzuhalten? In einer demokratischen Organisation wie der FIFA wäre so etwas doch schnell entlarvt worden? Unter der Regentschaft von Sepp Blatter war die FIFA jedoch selbst alles andere als demokratisch. Korruption gehörte unter Blatter zum normalen Geschäftsgebaren. Um die eigene Haut zu retten und die Institution als solches in ihrer Handlungsweise nicht zu gefährden, errichtete er eine Mauer des Schweigens. Außer Dementis über Dementis gab es keine Stellungnahme zu den Vorwürfen. Bis die US-Justiz den Stein richtig ins Rollen brachte. Wegen der geflossenen Bestechungsgelder für Marketing und Sponsoring in Amerika musste sich die FIFA vor dem US-Gericht verantworten. Im Zuge dieser Prozesse sagt der Argentinier Alejandro Burzaco (ehemaliger Chef einer argentinischen Sportmarketingfirma) in New York vor Gericht unter Eid aus, es wären rund 1 Million Dollar geflossen, bei der WM-Vergabe um Katar. Er nannte die Schuldigen beim Namen. Involviert waren hochrangige Funktionäre wie der frühere brasilianische Verbandschef Ricardo Teixeira oder der Fifa Vizepräsident Julio Grondona.

Alternative Ausrichter sind zur Stelle

Die (Fußball-) Welt atmet erleichtert auf. Auch ohne vorhandene (politisch motivierte) Abneigung gegen Katar, ja selbst wenn nie eine Korruptionsaffäre rund um Katar stattgefunden hätte, hätte Katar niemals Ausrichter der WM sein dürfen. Mit seiner fehlenden Erfahrung bei der Teilnahme an großen Turnieren und der mangelhaften Infrastruktur in Sachen Fußball, verkommen die Spiele nur zu einer kurzfristigen Zurschaustellung von machtpolitischem Interesse der Elite.

Unter menschenunwürdigen und lebensgefährlichen Bedingungen haben Arbeiter an Stadien gebaut, die nach Ablauf der Spiele zur Einöde mutieren. Und dann soll(t)en die europäischen Beobachter in besinnlicher Vorweihnachtsstimmung das Spektakel mitansehen. Denn für diese erste und bislang einzige Austragung auf katarischem Boden, muss die Fußballwelt auch bereit sein, den Liga-Plan kräftig zu verändern, denn im Sommer ist es in Katar einfach zu heiß. Dann doch lieber England oder die USA als Ausrichter.

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